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Von, mit und für Kopfschmerzpatienten

Kopfschmerzen

Eine Umfrage des Emnid-Institutes belegt: Fast die Hälfte der erwachsenen Bundesbürger leidet unter Kopfschmerzen. Die Beschwerden beeinträchtigen bei vielen Betroffenen das tägliche Leben, Probleme am Arbeitsplatz und in der Familie sind häufig.

Experten unterscheiden rund 165 verschiedene Kopfschmerzarten. Eine exakte Diagnose ist daher wichtig. Hierbei hilft ein Kopfschmerz-Tagebuch. In ihm vermerken die Patienten, wie oft und wann die Beschwerden auftreten. Auch die Art des Schmerzes und die Therapie werden festgehalten. Die Auswertung dieses Tagebuches und eine körperliche Untersuchung ermöglichen dem Arzt in den meisten Fällen, die Diagnose zu stellen. Aufwendige apparative Untersuchungen sind nur selten nötig.

 

Migräne

KopfschmerzRund zehn Prozent der Erwachsenen haben eine Migräne, Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Bei dieser Kopfschmerzform handelt es sich um meist einseitige, pochende oder pulsierende Schmerzattacken, die von Übelkeit und Erbrechen begleitet werden. Lärm- und Lichtempfindlichkeit kommen hinzu. Der Schmerz kann mehrere Stunden bis zu einigen Tagen anhalten.

Eine sogenannte Aura geht mitunter einer Attacke voraus oder begleitet sie: Die Patienten sehen Blitze vor den Augen oder haben ein eingeschränktes Gesichtsfeld. Weitere Symptome sind beispielsweise Taubheitsgefühle in den Armen oder im Gesicht.

Die genauen Ursachen der Migräne sind unbekannt. Forschungsergebnisse belegen jedoch, daß es sich um eine biologisch begründete Funktionsstörung des Gehirns handelt. Dieses reagiert bei Migränikern auf innere und äußere Reize besonders empfindlich. Darum können sogenannte Triggerfaktoren eine Attacke auslösen: Stress, Hormonschwankungen im Verlauf des weiblichen Monatszyklus', Änderungen im Schlaf-Wachrhythmus, Wetterwechsel oder bestimmte Nahrungsmittel.

Migränekranke sollten daher mit Hilfe des Kopfschmerztagebuches herausfinden, welche Triggerfaktoren in ihrem Fall die Attacken auslösen, um sie nach Möglichkeit zu meiden. Bei einer Attacke sollten sich die Patienten in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zurückziehen. Die Reizabschirmung sorgt dafür, daß der Schmerzanfall schneller vorüber geht. Eine zusätzliche medikamentöse Behandlung ist jedoch in den meisten Fällen erforderlich. Bei leichten bis mittelschweren Attacken genügen einfache Schmerzmittel. Diese sollten nur einen Wirkstoff enthalten (Azetylsalizylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen). Ein Mittel gegen Übelkeit lindert die Begleitsymptome und erleichtert die Aufnahme des Schmerzmittels im Magen-Darm-Trakt. Zur Behandlung stärkerer Attacken steht eine Gruppe von Migränemitteln zur Verfügung, die Triptane. Diese sind rezeptpflichtig.

 

Freiverkäufliche Triptane

Zwei Migränemedikamente aus der Gruppe der Triptane wurden aus der Verschreibungspflicht entlassen. Almotriptan und Naratriptan. Sie stehen in einer Packungsgröße mit zwei Tabletten rezeptfrei zur Verfügung. (Bei Almotriptan ist dies noch nicht der Fall, da das Medikament erst jetzt aus der Rezeptpflicht entlassen wurde.) Diese Ausnahme ist auf erwachsene Patienten zwischen 18 und 65 Jahren beschränkt, bei denen zuvor ein Arzt die Diagnose Migräne gestellt hat. Freiverkäuflich bedeutet nämlich nicht völlig harmlos: Wie alle wirksamen Arzneimittel haben auch Triptane Nebenwirkungen.

 

Wenn Patienten häufiger als drei Mal pro Monat unter schweren Migräneattacken leiden oder die Anfälle auf eine Akutbehandlung schlecht ansprechen, verordnen Ärzte - neben nicht-medikamentösen Verfahren - auch spezielle Medikamente, um den Anfällen vorzubeugen. Dabei handelt es sich nicht um Schmerzmittel, sondern beispielsweise um bestimmte Betarezeptoren-Blocker.

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Spannungskopfschmerz

Rund ein Drittel der Bevölkerung hat mindestens einmal pro Monat Spannungskopfschmerzen, bei etwa drei Prozent sind die Beschwerden chronisch. Ähnlich wie bei der Migräne, sind Frauen häufiger betroffen als Männer.

Der Spannungskopfschmerz ist dumpf und drückend, die Patienten haben das Gefühl, als legte sich ein Stahlband um ihren Schädel. Typisch ist, dass die Schmerzen während einer Stressbelastung einsetzen und sich dann langsam steigern. (Eine Migräne tritt hingegen eher in der Ruhepause nach einer Stressbelastung auf.)

Wird der Spannungskopfschmerz chronisch, d.h. tritt er täglich oder fast täglich auf, wachen die Patienten bereits mit ihren Schmerzen auf. Vor allem in solchen Fällen ist der Stress zwar ein häufiger, aber vermutlich nicht der alleinige Faktor, der die Beschwerden verursacht und vor allem erhält. Experten vermuten, dass Störungen der Schmerzverarbeitung im Zentralnervensystem zur Chronifizierung beitragen.

Patienten, die häufig unter Spannungskopfschmerzen leiden, sind - ähnlich wie Migräniker - besonders gefährdet, zu viele Schmerztabletten zu schlucken. Zwar helfen Analgetika mit nur einem Wirkstoff wie Azetylsalicylsäure oder Paracetamol. Doch sollten diese Mittel nicht häufiger als zehnmal pro Monat und nicht länger als drei Tage hintereinander geschluckt werden.

Um den Griff zur Schmerztablette zu vermeiden, raten Experten vor allem zu nicht-medikamentösen Strategien (siehe Tipps der Deutschen Schmerzliga). Medikamentös werden chronische Spannungskopfschmerzen mit bestimmten Antidepressiva behandelt, weil diese Substanzen in die Schmerzverarbeitung im Gehirn eingreifen.

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Cluster-Kopfschmerz

Der Cluster-Kopfschmerz ist eher selten. Rund 0,05 Prozent der Bevölkerung sind betroffen, zumeist Männer. Dieser Kopfschmerz tritt meistens episodisch auf: aktive Phasen mit zwei bis drei Attacken pro Tag, die jeweils eine halbe bis zwei Stunden dauern, wechseln sich mit schmerzfreien Phasen ab.

Der Schmerz wird von den meisten Patienten als unerträglich und bohrend beschrieben, "als würde man mir eine glühende Nadel ins Auge stoßen". Tränenfluss oder eine verstopfte Nase gehören zu den Begleiterscheinungen ebenso wie die von der Migräne bekannten Symptome Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit. Was den Cluster-Kopfschmerz jedoch von einer Migräne unterscheidet ist das Verhalten des Patienten: Während Migränekranke Ruhe und Dunkelheit suchen, ist der Cluster-Patient ruhelos.

Entzündungen an Blutgefäßen im Gehirn galten bislang als Ursache der Pein. Doch nun belegen Untersuchungen, daß bestimmte Strukturen im Hypothalamus, die den Schlaf-Wach-Rhythmus und andere zirkadiane Rhythmen steuern, bei Cluster-Patienten während einer Attacke besonders aktiv sind. Diese "innere Uhr" ist vermutlich bei den Betroffenen generell verändert und könnte das Triggerorgan der Kopfschmerzattacken sein.

Leider wird der Cluster-Kopfschmerz selten korrekt diagnostiziert. Die Betroffenen laufen oft jahrelang von Arzt zu Arzt und erhalten die unterschiedlichsten Diagnosen - aber nur selten die richtige Therapie. Dabei können die Attacken heute gut mit Triptanen behandelt werden. Ebenso stehen auch Arzneimittel zur Verfügung, die prophylaktisch Häufigkeit und Schwere der Anfälle reduzieren.

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Schmerzmittel-Kopfschmerz

Nehmen Kopfschmerz-Patienten täglich oder fast täglich über einen längeren Zeitraum Schmerz- oder Migränemittel ein, kann ein Medikamenten-induzierter Dauerkopfschmerz entstehen. Besonders problematisch sind Kombinationspräparate, die neben schmerzlindernden Substanzen noch Koffein oder Beruhigungsmittel enthalten.

Eine Entzugstherapie - ambulant oder stationär - ist die einzige Möglichkeit, die Dauerpein loszuwerden. Erst dann kann der Arzt beurteilen, an welchen Kopfschmerzen der Patient tatsächlich leidet und eine angepasste Therapie beginnen.

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Tipps der Deutschen Schmerzliga:

Eine genaue ärztliche Diagnose ist bei allen Kopfschmerzformen wichtig. Hierbei hilft ein Kopfschmerz-Tagebuch.

In ihm vermerken die Patienten, wie oft und wann die Beschwerden auftreten. Auch die Art des Schmerzes und die Therapie werden festgehalten. Die Auswertung dieses Tagebuches und eine körperliche Untersuchung ermöglichen dem Arzt in den meisten Fällen, die Diagnose zu stellen. Aufwendige apparative Untersuchungen sind nur selten nötig. Im Laufe der Behandlung hilft das Kopfschmerz-Tagebuch zu kontrollieren, ob eine Behandlung wirksam ist.

Was Kopfschmerz-Patienten für sich selbst tun können:

  • Nicht-medikamentöse Strategien sind bei allen Kopfschmerzarten ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Sie lindern und verhüten etwa Spannungskopfschmerzen und können Häufigkeit und Schwere von Migräne-Attacken reduzieren.
  • Patienten sollten drei Mal pro Woche 30 Minuten lang laufen, schwimmen oder Rad fahren.
  • Wirkungsvoll sind auch Entspannungsmethoden, beispielsweise die Muskelrelaxation nach Jacobson.
  • Verfahren zur Stressbewältigung helfen den Patienten dabei, sich gegen Belastungsfaktoren zu "immunisieren"
  • Wasseranwendungen, etwa Kneipp-Güsse wirken sich positiv aus.
  • Sanfte Massagen von Gesicht und Kopfhaut wirken lindernd. Bei Spannungskopfschmerzen sollten dabei auch Nacken und Schultermuskulatur einbezogen werden.

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