Arztgespräch

Wie gut ist Ihr Arzt als Schmerztherapeut?

Seit einiger Zeit können Ärzte aller Fachrichtungen nach einer entsprechenden Fortbildung die Zusatzbezeichnung “Spezielle Schmerztherapie” erlangen. Welche Ärzte in Ihrer Region diese Zusatzbezeichnung erworben haben, kann Ihnen Ihr Hausarzt mitteilen. Auch bei der Deutschen Schmerzliga können Sie Anschriften erfragen. (Bitte einen frankierten Rückumschlag mitschicken.) Zudem vergibt die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie seit mehreren Jahren die verbandsinterne Zusatzbezeichnung zum “Algesiologen DGS”, die besonders hohe Anforderungen an Wissen und Können der Ärzte stellt.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Kriterien, die Sie selbst prüfen oder erfragen können:

  • Nimmt sich der Arzt bei Ihrem ersten Gespräch ausreichend Zeit, etwa eine Stunde?
  • Arbeitet er mit einem Schmerzfragebogen?
  • Setzt er ein Schmerztagebuch ein?
  • Besucht er regelmäßig Schmerzkonferenzen?
  • Nimmt er an Qualitätszirkeln zur Schmerzbehandlung teil?
  • Besucht er regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen?
Was Sie vor einer OP fragen sollten

“Patienten leiden oft unnötig, weil Ärzte ihnen moderne schmerzlindernde Therapien nach Operationen vorenthalten – und weil sie ihre Rechte nicht kennen”, erklärt Dr. med. Marianne Koch, Ehrenpräsidentin der Deutschen Schmerzliga.

Darum rät die deutsche Schmerzliga: Fordern Sie Ihr Recht auf eine effektive Schmerztherapie ein!

Wenn Sie operiert werden müssen, erkundigen Sie sich, wie die Schmerzbehandlung nach dem Eingriff aussieht und welche Methoden in einer Klinik zur Verfügung stehen – und zwar bevor Sie sich für ein bestimmtes Krankenhaus entscheiden. Lassen Sie sich beraten, wenn Sie unsicher sind.

Nach bestimmten, vor allem größeren Operationen, sind oft hocheffektive und besondere Methoden zur Schmerzlinderung erforderlich. Erkundigen Sie sich in einem solchen Fall, ob in einer Klinik beispielsweise regionale Analgesieverfahren mit Kathetern oder die kurz PCA genannte Patienten-kontrollierte Analgesie angeboten werden. Lassen Sie sich vor Ihrem Operationstermin von den Spezialisten über die Möglichkeiten beraten.

Wenn Sie stark wirksame Opioide einnehmen und operiert werden müssen, brauchen Sie eine spezielle Behandlung. Klären Sie vor dem Klinikaufenthalt, wie die Ärzte in einem solchen Fall vorgehen. Fragen Sie, ob Sie die Opiate vor, während und nach der Operation weiterhin erhalten und ob für Ihren Fall andere Spezialisten, etwa Anästhesisten oder ein Akutschmerzdienst, hinzugezogen werden. Erkundigen Sie sich vor allem, ob Ihre Schmerzen regelmäßig gemessen und dokumentiert werden. Ein Opioid-Ausweis, der bei der deutschen Schmerzliga erhältlich ist, kann Sie vor einer ungerechtfertigten Absetzung Ihres Medikamentes durch unerfahrene Ärzte schützen.

Aktuelles

Allgemein

Bleiben Sie aktiv!

Den  von Frau Brigitte Nagler mit ihren Übungen eingebrachten Anstoß „jeder sollte Zugang zur Gesundheitsförderung…
Bild für Schmerztelefon
Allgemein
Schmerztelefon

Jetzt Mitglied werden! Dabei sein lohnt sich.

Sie wollen sich in der Deutschen Schmerzliga engagieren &/oder unsere Ziele unterstützen? Dann finden Sie den Antrag hier:

Newsletter

Spendenaufruf

Die Deutsche Schmerzliga e.V. ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Spenden können daher steuerrelevant eingesetzt werden. Jede Spende hilft, die Versorgung und damit die Lebensqualität von Menschen mit chronischen Schmerzen zu verbessern.

Bank: Frankfurter Sparkasse 1822
Konto: 829463
BLZ: 50050201
IBAN: DE77500502010000829463
Swift: HELADEF1822